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  1. #4841
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    Zitat Zitat von Blechroller67 Beitrag anzeigen
    @DJ:
    Bei den Radwegen gebe ich dir uneingeschränkt recht. Ich fahre nur dann auf den Radweg, wenn er für mich keine Verschlechterung der Sicherheitslage ist; d. h., in Städten fahren ich fast nie auf dem Radweg. Radwege sind halt in der Mehrheit einfach ein mieses Konzept und m. E. fast nie dazu gedacht, das Radfahren sicherer und einfacher zu machen, sondern die blöden, langsamen Radfahrer vom Freiheitstraum Straße weg zu bekommen. Und sie zeigen der Nation von Autofahrern, dass Radfahrer nicht auf die Straße gehören. Das ist das eigentliche Übel an Radwegen.
    This!

    Vieleicht sollte es erst einmal eine ordentliche Definition für einen Radweg geben, das heißt, dass es Mindestmaße/breite/Untergrund/Abstände ect. für eben solche geben sollte.


    Ich muss zugeben, dass ich meistens auch lieber auf der Straße fahre, als auf dem sich in der Nähe befindlichen Radweg und das nicht, weil ich lebensmüde bin, im Gegenteil, weil ich mich dann meist auf der Straße sicherer fühle, als auf dem dazugehörigen als Radweg ausgewiesenen "Wasauchimmer".

    Was bring mir ein nigelnagelneuer Radweg, wenn er nicht regelmäßig von Laub/Dreck/Glas und sonstigem sich dort ansammelndem "Sturzpotential" befreit werden?

    Was nützt ein nigelnagelneuer Radweg, wenn er nicht mit gleicher Sorgfalt gebaut wird, wie die Straße daneben? Eine Dünne Asphaltdecke auf den unbehalndelten Boden reicht nun mal neben einer Landstraße durch den Wald nicht aus, dass nicht schon nach wenig Zeit Baumwurzel den Radweg so angehoben und zerstört haben, dass eine Buckelpiste draus geworden ist.

    Was bringt mir ein Radweg, der an jeder Einfahrt und jeder Einmündung nur halbherzig abgesenkt ist und ebenso aus einem Radweg eine Buckepiste wird.

    Apropos Einfahrt/Einmündung... bei sowas ist man auf der Straße in der Regel immer besser aufgehoben, weil Autofahrer erstmal pauschal bis an die Straße ranfahren bevor sie gucken, in dem Fall ist man auf der Straße erstmal besser aufgehoben.

    Meines Erachtens wird schon bei der Planung & Bau von Radwegen nicht das gleiche Herzblut wie bei einer Straße an den Tag gelegt und das ist leider offensichtlich und zieht sich halt bis zur Wartung und Reinigung wie ein roter Faden durch.

  2. #4842
    Frisco Gast
    Zitat Zitat von Don Jusi Beitrag anzeigen


    Teneriffa und Mallorca zeigen, wie es auch mit viel Kfz-Verkehr laufen kann. Autofahrer bedrängen sich dort durchaus, fahren auch mal dicht auf. Aber vor Radfahrern halten sie einen riesen Respektabstand. Ich frage mich warum? Wer weiß das oder kann es recherchieren? Ist der Führerschein im Ernstfall sofort weg oder wird das Auto gepfändet?
    .
    Die von dir genannten Regionen sind ja zu einer bestimmten Zeit wahre Anziehungspunkte von Radfahrern. Und hier liegt vielleicht auch das Geheimnis: Die Einheimischen leben nicht nur von den Radfahrern, sondern auch mit ihnen. Man kennt es also nicht anders und richtet sich dementsprechend darauf ein.

  3. #4843
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    Zitat Zitat von Frisco Beitrag anzeigen
    Die von dir genannten Regionen sind ja zu einer bestimmten Zeit wahre Anziehungspunkte von Radfahrern. Und hier liegt vielleicht auch das Geheimnis: Die Einheimischen leben nicht nur von den Radfahrern, sondern auch mit ihnen. Man kennt es also nicht anders und richtet sich dementsprechend darauf ein.
    Das hat aber nach meiner Erfahrung nichts mit dem Tourismus zu tun. Als Radsportler bist Du auch in nicht so sehr touristischen Gebieten in I/F/ES einfach geschätzt. Kann gar nicht genug darüber erzählen, wie freundlich die Leute dort mit Rennradlern umgehen. Für mich ist es immer wieder eine Freude, dort zu fahren. Allerdings siehts auch da insgesamt mit dem Alltagsradeln eher wieder mau aus, sollte man auch nicht vergessen. In der Stadt mag Dich dort als Radler auch kaum Jemand.
    "Allerdings habe ich festgestellt, dass feste Prinzipien, gepaart mit einer griesgrämigen Veranlagung eine grausame und unmenschliche Tugend ergeben können." Publius Ovidius Naso

  4. #4844
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    Wer entscheidet eigentlich künftig bei diesen "Autopiloten" wie z. B bei Tesla über Leben und Tod?
    Die Software muss doch entsprechend programmiert werden, in welche Richtung im "Krisenfall" gesteuert wird.

    Folgendes Scenario:
    - Rechts Radfahrer in Zweierreihe.
    - Von links will eine Mutter mit Kind die Straße überqueren.
    - Es kommt ein KFZ entgegen, welches die Mittellinie deutlich überfährt.

    Fährt der Tesla jetzt in die Radfahrer, oder ganz nach links auf die Mutti zu, oder frontal in den Gegenverkehr (= Lebensgefahr für seinen Piloten).

    Ein Reh rennt über die Straße - was soll der Computer tun?
    So etwas müsste die "künstliche Intelligenz" ja wissen.

    Verhinderung von Personenschäden zu Lasten von Sachschäden wäre z. B. eine mögliche Regel.

    http://www.heise.de/newsticker/meldu...n-3265684.html

  5. #4845
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    Zitat Zitat von pro99 Beitrag anzeigen
    Wer entscheidet eigentlich künftig bei diesen "Autopiloten" wie z. B bei Tesla über Leben und Tod?
    Die Software muss doch entsprechend programmiert werden, in welche Richtung im "Krisenfall" gesteuert wird.

    Folgendes Scenario:
    - Rechts Radfahrer in Zweierreihe.
    - Von links will eine Mutter mit Kind die Straße überqueren.
    - Es kommt ein KFZ entgegen, welches die Mittellinie deutlich überfährt.

    Fährt der Tesla jetzt in die Radfahrer, oder ganz nach links auf die Mutti zu, oder frontal in den Gegenverkehr (= Lebensgefahr für seinen Piloten).

    Ein Reh rennt über die Straße - was soll der Computer tun?
    So etwas müsste die "künstliche Intelligenz" ja wissen.

    Verhinderung von Personenschäden zu Lasten von Sachschäden wäre z. B. eine mögliche Regel.

    http://www.heise.de/newsticker/meldu...n-3265684.html
    Das ist ein ethisches Problem, die Programmierer allein nicht lösen können. Dabei werden meines Erachtens an die Software aber auch höhere Anforderungen gestellt als an den Menschen. Denn du kannst dich auch fragen, wie würdest du entscheiden oder eher gesagt, was wäre dein Reflex.

  6. #4846
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    Genau über solche Fragen möchte doch Dobrinth eine Ethikkommission beraten lassen.

  7. #4847
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    Zitat Zitat von Frisco Beitrag anzeigen
    Die von dir genannten Regionen sind ja zu einer bestimmten Zeit wahre Anziehungspunkte von Radfahrern. Und hier liegt vielleicht auch das Geheimnis: Die Einheimischen leben nicht nur von den Radfahrern, sondern auch mit ihnen. Man kennt es also nicht anders und richtet sich dementsprechend darauf ein.
    Das trifft auf Mallorca klar zu, v.a. im Frühjahr. Aber auf Teneriffa eben nicht. Die paar Radprofis im Jahr oben auf dem Basisplateau des Teide bekommen Einheimische kaum zu Gesicht.

    Und es gab wohl Zeiten, da waren Rennradfahrer in Spanien eher stärker gefährdet als heute. Mir fällt der Name nicht mehr ein, ist sicher schon 10 Jahre her. Aber damals starb ein spanischer Radprofi aufgrund eines rücksichtslosen Arztes im Auto.

    Gogglet man jetzt, findet man den Crash vom Alpecin-Team in Spanien (auch schlimm), aber der wurde ja von einer wohl falschfahrenden Engländerin verursacht.

    Und ich erwähnte ausdrücklich noch das Verhältnis zu den Fußgängern. Obwohl die deutschen Autofahrer im Vergleich zu F oder I vergleichsweise brav am Zebrastreifen anhalten - Teneriffa ist nicht zu toppen. Die steigen voll in die Eisen und rollen Dir eher noch den roten Teppich aus bevor sie sich durchwinken lassen. Hab ich x-mal getestet. Irre!

    Nee, da müssen strikte Gesetze dahinterstecken. So eine volkshomogene Einigkeit kann von keiner Mentalität ausgehen.

    Imho.
    .
    Geändert von Don Jusi (18.09.2016 um 13:38 Uhr) Grund: Ergänzung: "deutschen"
    Gruß, DJ

    Cycleride - eine Initiative von Radfahrern für praxistaugliche Radverkehrspolitik.
    www.Cycleride.de
    - Fragen und Antworten: kontakt@cycleride.de


    "Wir haben in Deutschland keine Radwegebenutzungspflicht!" Ulrich Kasparick, ehem. parlamentarischer Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums

  8. #4848
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    Das Verhalten an Zebrastreifen ist hier auch klar geregelt und wird mit achtzig bis hundertzwanzig Euro und Punkt geahndet, wenn man sich nicht daran hält oder gar etwas passiert.

    Es liegt nicht an den Gesetzen.

    Und den Begriff "volkshomogen" würde ich an Deiner Stelle mal googeln...
    "Ich schaute vom Affen zum Menschen und vom Menschen zum Affen und konnte kaum sagen, wer was ist."

  9. #4849
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    Zitat Zitat von fassa Beitrag anzeigen
    Supi!
    Das mal bitte bei all denen posten, die die Schuld immer bei den Radfahrern sehen.
    Man liest. Und hört eindeutig mehr von den Fehlern der Autofahrer als von den Radlern. Bloß angekommen ist es noch nicht in der öffentlichen Wahrnehmung.
    Da haste leider Recht. Nur wenn ich vielfach höre und lese (auch hier im tF) das Anzeigen nichts bringt, wird sich daran auch nie was ändern.
    Da gibts ja sogar "Radfahreraktivisten" hier die sich dreimal hintereinander auf einen Schutz-/Radstreifen nötigen lassen ohne etwas dagegen zu machen.
    Aber hier regelmäßig schreiben was sie alles für Radfahrer machen...
    Die zur Wahrheit wandern, wandern allein.

  10. #4850
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    Zitat Zitat von Blechroller67 Beitrag anzeigen
    M. E. ist das eine Mentalitäts- und Erziehungsfrage.
    ( ... )

    Ändern wird sich in D erst mal nichts. Erst wenn das Betreiben einer motorisierten Autistenkutsche nicht mehr für die Mehrheit finanzierbar wird oder der Gesetzgeber das Einfahren in Ballungsräume schlicht und einfach verbietet, werden viel mehr Menschen auf das Rad gezwungen. Und dann fahren sie wieder Rad wie mit 14 und es kommt wieder in ihr Bewußtsein. Bis dahin heißt es für den Radfahrer nur am Leben bleiben, egal ob es eine Radwegbenutzungspflicht gibt oder nicht.




    Kann ich zu 90% unterschreiben, nur der letzte Absatz ist zu düster. Die Nachteile des MIV in der Stadt und die Verbesserungen der Fahrradtechnik bringen eine langsame Wende. Früher bot man den Leuten als Verkehrsmittel Räder an mit einem butterweichen Rahmen, pannenanfälligen Reifen entweder bretthart oder rollend wie Ziegenkäse. Seitenläuferdynamos trieben nur im Trockenen ständig ausfallende Funzeln an. Komponenten fielen nach spätestens 500km aus, so viel Verkehrsleistung war schlicht nicht vorgesehen.

    Moderne Treckingräder sind leicht, steif, mit komfortabel einstellbaren, pannensicheren und trotzdem leicht rollenden Reifen, ausfallsicherer brauchbarer LED Beleuchtung mit Nabendynamo und es gibt vielfältiges ausgereiftes Zubehör. Wenn sich die Leute da mal draufsetzen, stellen sie bald fest, daß man damit nicht nur zum Bäcker kommt, sondern auch mal aus der Stadt raus und sein Ziel ohne Stau und Parkplatzsuche ansteuern kann. Daher werden es langsam immer mehr und das sehen die Leute im Umfeld der Radlnutzer. Als Radlpendler gelte ich auf Arbeit inzwischen als cool und die Kollegen sehen am konkreten Beispiel, daß es funktioniert und Spaß macht. Die Zahl der Radlpendler steigt in meiner Nähe spürbar

    OK, das ist immer noch nicht der Mainstream, der verhält sich noch wie oben beschrieben. Aber die Welle hat die kritische Masse überschritten und läuft.
    Geändert von JoMi (17.09.2016 um 14:11 Uhr)

  11. #4851
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    Zitat Zitat von vinzenz Beitrag anzeigen
    auf das ZItat hin (geschrieben von "Kürzer"

    "Radfahrer werden zur Plage

    von Maria C.
    Ich bedauere den Tod des jungen Sportlers und die Familie hat mein Mitgefühl. Allerdings muss ich bemerken, dass der private Radsport langsam in eine falsche Richtung ausartet. Überall behindern sie den Verkehr. Selbst wenn es Radwege gibt, fahren sie lieber auf der Straße und wenn sie in Gruppen unterwegs sind fahren sie noch nebeneinander her um sich zu unterhalten. Das geht so ja auch nicht. Auf Landstraßen darf man 100kmh fahren. Wenn da plötzlich hinter einer Kurve Radfahrer auf der Straße sind die auch noch die gesamte Breite der Fahrspur ausnutzen, dann ist das gefährlich und inakzeptabel. Das musste mal gesagt werden. Des Weiteren sind sie nicht gerade ein schöner Anblick mit ihren Strampelanzügen "

    (...)
    Ich fühle mich bei manchen Menschen eher geehrt, wenn ich als Teil einer Plage gesehen werde. Zustimmung aus der Richtung der Gasfüße würde mir zu denken geben. Wenn wir zur Plage werden heißt das ja auch, sie merken, daß sie nicht mehr allein sind auf der Straße.

  12. #4852
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    Ich wohne auch nicht allzu weit von der Unfallstelle entfernt. Hier die Leserkommentare aus der lokalen Zeitung:
    http://www.pnp.de/region_und_lokal/l...uecht-auf.html

    Von der Variante, dass der Unfallfahrer aufgrund Gegenverkehrs in die Radfahrergruppe lenkte, habe ich hier zum ersten Mal gelesen. Da war hier nirgends die Rede. Tragisch genug ist es sowieso!
    Ich möchte noch erwähnen, dass ich seit August 2015 Rennrad fahre. Aggressivität und Hass gegenüber (Renn-)Radfahrern ist hier nicht selten. Mittlerweile bedanke ich mich ab und zu bei Autofahrern, die an einer Kreuzung warten oder mal nicht gleich irgendwie an einem vorbeifahren. Bin auch schon ein paar Mal am parallel verlaufenden Radweg angehupt worden, weil es anscheinend lustig ist, Rennradfahrer zu erschrecken. Auf der Straße angehupt zu werden, gehört eh schon fast zum guten Ton... Wenn mir das Powern aufm Rennrad und um (Strava-)Segmente zu kämpfen nicht soviel Spaß machen würde, hätte ich wohl die Rennräder schon wieder verkauft und wäre wieder komplett aufs MTB umgestiegen. Ach ja, Radwege sind bei uns auch nicht ungefährlich. Viel Landwirtschaft, dadurch v.a. jetzt die Radwege oft verschmutzt. Richung Bäderdreieck sind sehr viele ältere Leute unterwegs, die die Radwege verstopfen und gar nicht merken, dass sie überholt werden wollen. Außerdem werden die Radwege gerne zum Gassigehen, etc. benutzt. Auch nicht ungefährlich...
    Meine Aussage, dass Rennradfahrer wohl zu den ungeliebtesten Verkehrsteilnehmern zählen, verdichtet sich (leider) immer mehr.

  13. #4853
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    Zitat Zitat von Erwin81 Beitrag anzeigen
    Ich wohne auch nicht allzu weit von der Unfallstelle entfernt. Hier die Leserkommentare aus der lokalen Zeitung:
    http://www.pnp.de/region_und_lokal/l...uecht-auf.html

    Von der Variante, dass der Unfallfahrer aufgrund Gegenverkehrs in die Radfahrergruppe lenkte, habe ich hier zum ersten Mal gelesen. Da war hier nirgends die Rede. Tragisch genug ist es sowieso!
    Ich möchte noch erwähnen, dass ich seit August 2015 Rennrad fahre. Aggressivität und Hass gegenüber (Renn-)Radfahrern ist hier nicht selten. Mittlerweile bedanke ich mich ab und zu bei Autofahrern, die an einer Kreuzung warten oder mal nicht gleich irgendwie an einem vorbeifahren. Bin auch schon ein paar Mal am parallel verlaufenden Radweg angehupt worden, weil es anscheinend lustig ist, Rennradfahrer zu erschrecken. Auf der Straße angehupt zu werden, gehört eh schon fast zum guten Ton... Wenn mir das Powern aufm Rennrad und um (Strava-)Segmente zu kämpfen nicht soviel Spaß machen würde, hätte ich wohl die Rennräder schon wieder verkauft und wäre wieder komplett aufs MTB umgestiegen. Ach ja, Radwege sind bei uns auch nicht ungefährlich. Viel Landwirtschaft, dadurch v.a. jetzt die Radwege oft verschmutzt. Richung Bäderdreieck sind sehr viele ältere Leute unterwegs, die die Radwege verstopfen und gar nicht merken, dass sie überholt werden wollen. Außerdem werden die Radwege gerne zum Gassigehen, etc. benutzt. Auch nicht ungefährlich...
    Meine Aussage, dass Rennradfahrer wohl zu den ungeliebtesten Verkehrsteilnehmern zählen, verdichtet sich (leider) immer mehr.
    Kann ich, da ich die Ecke und insgesamt den Langstrich von Nähe Schnaitsee aus gut kenne, nachvollziehen. Aus Münchener Sicht sind die Autofahrer dort um einiges aggressiver gegenüber Radlern. Irgendwann habe ich auch mal aufgehört, sonntags mittags noch mit dem Rad unterwegs zu sein, denn dann steigen die Kirchgänger nach dem Sonntagsfrühschoppen so langsam in die Autos.
    "Allerdings habe ich festgestellt, dass feste Prinzipien, gepaart mit einer griesgrämigen Veranlagung eine grausame und unmenschliche Tugend ergeben können." Publius Ovidius Naso

  14. #4854
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    Ich wohne ca.35km von der Unfallstelle entfernt. Bin aber sehr gerne gerade da in der Gegend unterwegs.
    Hab die Gegend allerdings als sehr Verkehrsarm erlebt, kaum Probleme.

    Fahre aber keine Straßen wo sich Radwege befinden, eigentlich nur die kleineren Straßen. Die werden nur wenig befahren.
    Auf die Hauptstraßen muss man bei uns kaum, das ist sehr angenehm.Es gibt immer genug Querstraßen.
    Allerdings muss man die Straßen eben auch kennen.

    Richtung Chiemsee, der nur paar km entfernt ist, fahre ich aufgrund der agressiven Urlauber nur ungerne.
    Aber jetzt sind die Ferien endlich vorbei.

  15. #4855
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    4 me

    Ich persönlich habe die Entscheidung getroffen, geltende Vorschriften auf dem Rad einzuhalten. Dazu gehört für mich auch §2(4), ich fahre nicht neben benutzungspflichtigen Radwegen, sondern auf ihnen. Nur so kann ich mich auf den Standpunkt stellen, daß auch andere die Regeln einhalten müssen, wie das Sichtfahrgebot §3(1) und eben auch §2(4) für nicht benutzungspflichtige Radwege. Es wird mir ansonsten jeder zuerst meinen Regelverstoß vorhalten, auch wenn er geringer oder nicht unfallverursachend ist, wie in den Kommentaren immer wieder zu lesen ist. Das möchte ich für mich nicht. Das Radeln bietet mir einen dermaßen hohen Freiheitsgrad auch innerhalb der bestehenden Regeln, den muß ich nicht erweitern und mir kann keiner an den Karren pissen.

    Wie gesagt - das ist mein Standpunkt für mich. Ich will damit in keinster Weise die Unfallopfer kritisieren. Der Grund für den Unfall ist ein Verstoß gegen das Sichtfahrgebot oder die Regeln zum Überholen, nicht auf dem Radweg fahren ist höchstens eine Ordnungswidrigkeit und kann in diesem Fall auch begründet gewesen sein, das ist noch nicht geklärt. Dazu gibt es schon viele Urteile.

  16. #4856
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    Zitat Zitat von Marsz Beitrag anzeigen
    Ich wohne ca.35km von der Unfallstelle entfernt. Bin aber sehr gerne gerade da in der Gegend unterwegs.
    Hab die Gegend allerdings als sehr Verkehrsarm erlebt, kaum Probleme.

    Fahre aber keine Straßen wo sich Radwege befinden, eigentlich nur die kleineren Straßen. Die werden nur wenig befahren.
    Auf die Hauptstraßen muss man bei uns kaum, das ist sehr angenehm.Es gibt immer genug Querstraßen.
    Allerdings muss man die Straßen eben auch kennen.

    Richtung Chiemsee, der nur paar km entfernt ist, fahre ich aufgrund der agressiven Urlauber nur ungerne.
    Aber jetzt sind die Ferien endlich vorbei.
    Also auch die Schnaitsee/Obing-Ecke? Jo, für Runden über Nebenstraßen isses nahezu perfekt. Aber wenn man mal "Strecke" machen will, etwa nach Wasserburg oder Altötting etc., muss man schon bisweilen was in Kauf nehmen.
    "Allerdings habe ich festgestellt, dass feste Prinzipien, gepaart mit einer griesgrämigen Veranlagung eine grausame und unmenschliche Tugend ergeben können." Publius Ovidius Naso

  17. #4857
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    Zitat Zitat von JoMi Beitrag anzeigen
    Ich persönlich habe die Entscheidung getroffen, geltende Vorschriften auf dem Rad einzuhalten. Dazu gehört für mich auch §2(4), ich fahre nicht neben benutzungspflichtigen Radwegen, sondern auf ihnen. Nur so kann ich mich auf den Standpunkt stellen, daß auch andere die Regeln einhalten müssen, wie das Sichtfahrgebot §3(1) und eben auch §2(4) für nicht benutzungspflichtige Radwege. Es wird mir ansonsten jeder zuerst meinen Regelverstoß vorhalten, auch wenn er geringer oder nicht unfallverursachend ist, wie in den Kommentaren immer wieder zu lesen ist. Das möchte ich für mich nicht. Das Radeln bietet mir einen dermaßen hohen Freiheitsgrad auch innerhalb der bestehenden Regeln, den muß ich nicht erweitern und mir kann keiner an den Karren pissen.

    Wie gesagt - das ist mein Standpunkt für mich. Ich will damit in keinster Weise die Unfallopfer kritisieren. Der Grund für den Unfall ist ein Verstoß gegen das Sichtfahrgebot oder die Regeln zum Überholen, nicht auf dem Radweg fahren ist höchstens eine Ordnungswidrigkeit und kann in diesem Fall auch begründet gewesen sein, das ist noch nicht geklärt. Dazu gibt es schon viele Urteile.
    Diesem differenzierten Beitrag kann ich nur zustimmen.
    Ich wohne ebenfalls in dieser Gegend - in Seeon, wenige Kilometer vom Chiemsse entfernt. Ich wohne hier seit einem Jahr und kann nicht bestätigen, dass die Autofahrer hier auffallend aggressiv wären. Im Vergleich zu Hessen erlebe ich die Autofahrer hier als zurückhaltender und entspannter. Allerdings ist hier das Radwegenetz sehr gut ausgebaut und die Zahl der Nebenstraßen zwischen einzelnen Bauernhöfen ist so zahlreich, dass Hauptverkehrsstraßen von mir nur sehr selten benutzt werden.
    Ich kann beide Extrempositionen nicht nachvollziehen. Weder die militanten Autofahrer, die uns Radler komplett von der Straße verbannen wollen und uns als Freiwild ansehen, noch die Radler, die partout keinen Radweg benutzen wollen. Ich nutze nahezu jeden Radweg und empfinde diesen als deutlich sicherer als die Straße. Eine Sicherheitsgefährdung durch Verschmutzung des Radweges oder durch die Bauart konnte ich selten feststellen. Allerdings bin ich diesbezüglich wohl auch tolerant, da mir die Ruhe und die Ungestörtheit beim Radeln wichtiger ist als das Fortkommen auf der Straße. ich nehme gern in Kauf gelegentlich den Radweg wechseln zu müssen, wenn ich dafür nicht ständig ein Auto oder LKW hinter mir habe.
    Ein wenig Toleranz und Verständnis für die jeweils andere Partei würde der Situation sehr guttun. Auch auf Seiten der Radler sollte sich so manch apodiktischer "Radwegeverweigerer" vielleicht mal hinterfragen.
    Chiemgau - Bayerns Lächeln

  18. #4858
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    Dann sind wir ja Nachbarn, wohne in St.Georgen bei Traunreut und empfinde das Radwegnetz hier als kaum ausgebaut.
    Es sind immer nur einzelne Stücke, paar hundert Meter, ab und zu mal 1-3km und dann sind die Radwege meist wieder vorbei.

    Mich hat diesen Sommer einer zwischen Seebruck und Pullach bei Seon, hupend in die Wiese gedrückt und mich dabei angeschrien.
    Daneben ist zwar ein Radweg, allerdings ziemlich alt, schmal und im schlechten Zustand, ohne Lolli.
    Das hat ihn aber gereicht um mich mit seinen Transporter von der Straße zu drängeln.
    Empfand ich da als extrem Heftig.

    Dies Straße ist ansonsten wenig befahren, eher was zum genießen.

  19. #4859
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    Zitat Zitat von Marsz Beitrag anzeigen
    Dann sind wir ja Nachbarn, wohne in St.Georgen bei Traunreut und empfinde das Radwegnetz hier als kaum ausgebaut.
    Es sind immer nur einzelne Stücke, paar hundert Meter, ab und zu mal 1-3km und dann sind die Radwege meist wieder vorbei.

    Mich hat diesen Sommer einer zwischen Seebruck und Pullach bei Seon, hupend in die Wiese gedrückt und mich dabei angeschrien.
    Daneben ist zwar ein Radweg, allerdings ziemlich alt, schmal und im schlechten Zustand, ohne Lolli.
    Das hat ihn aber gereicht um mich mit seinen Transporter von der Straße zu drängeln.
    Empfand ich da als extrem Heftig.

    Dies Straße ist ansonsten wenig befahren, eher was zum genießen.
    Der Radweg bei Pullach ist ein Trampelpfad. Den benütze ich auch nicht. Wilde Geschichte, die Dir da passiert ist. Ich kann nur feststellen, dass ich bisher von solchen Situationen weitestgehend verschont geblieben bin und dass obwohl ich seit über 25 Jahren auf dem Rennradl sitze.
    Chiemgau - Bayerns Lächeln

  20. #4860
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    War auch ein Einzelfall. Zum Glück.

    Hab ansonsten nur wirklich selten Grund um mich zu ärgern.

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