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  1. #8261
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen
    Für einen über viele Stunden fahrenden Radfahrer sieht das schon ganz anders aus, weil er eine viel größere Expositionszeit aufweist.
    Jetzt suggerierst du eine seeehr eigenwillige Definition von "Risiko". Denn wenn man deinen Gedankengang konsequent zu Ende denkt, kann man eigentlich nur jedem dringend anraten, gar nicht zu radeln: denn erst dann ist das Risiko unschlagbar niedrig, nämlich gleich "null"...

  2. #8262
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    Zitat Zitat von grossmutter Beitrag anzeigen
    Jetzt suggerierst du eine seeehr eigenwillige Definition von "Risiko". Denn wenn man deinen Gedankengang konsequent zu Ende denkt, kann man eigentlich nur jedem dringend anraten, gar nicht zu radeln: denn erst dann ist das Risiko unschlagbar niedrig, nämlich gleich "null"...
    Nö, ich erkläre Dir nur exakt die Vorgehensweise, wie wir (beruflich) alle Risikoanalysen (im Bereich Baustellen und Energietechnik) erstellen.

    Für mich persönlich heißt das, hohe Aufmerksamkeit auf Landstraßen und jede Möglichkeit andere Wege (Radwege außerorts, Wirtschaftswege, Waldwege usw) zu nutzen - dort lauert keine Gefahr von hinten. (mit der von vorne meine ich besser umgehen zu können)


    Langjährige Erfahrung (bin jetzt 58 und fahr seit meinem 10. Lebensjahr regelmäßig Rad) und gleichzeitig mehr als hohe Risikobereitschaft habe ich genug in der Vergangenheit gezeigt, daran liegt es nicht, dass ich kein Freund von "Mischverkehr" bin.
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  3. #8263
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    Vor allem, wenn ich mit ungeübteren Radfahrern unterwegs bin.

    Durch mein S-Pedelec bin ich mehr als genug auf der Straße und im Berufsverkehr unterwegs und weiß mich dort selbstbewusst genug durchzuschlagen.

    Mit meiner Frau zum Beispiel, die in allen anderen Bereichen sehr selbstbewusst ist, geht das so nicht, die stresst das und dann fährt sie unsicher - mit der Folge, überall da, wo es viel befahrene Straßen ohne Radweg gibt, fährt sie gar nicht.

    Nicht nur sie, ich seh unglaublich wenig Radfahrer auf meinen 60-70 km am Tag (Pendelstrecke hin und zurück).
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  4. #8264
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    Zitat Zitat von big-foot Beitrag anzeigen

    Nicht nur sie, ich seh unglaublich wenig Radfahrer auf meinen 60-70 km am Tag (Pendelstrecke hin und zurück).
    Es ist müßig, in der Provinz flächendenkend passable Radwege mit genügend sicherer Trennung von der Fahrbahn zu fordern. Einerseits ist die Landschaft ohnehin schon mit Straßen versiegelt, die von den Kommunen, vom Land und vom Bund nur noch mit Mühe in Stand gehalten werden. Da fehlt schlicht Geld. Andererseits leben wir in einer vergreisenden Gesellschaft, die immer risikoscheuer wird und sich nur noch mit Helm aus dem Bett traut. Fahrradfahren auf der Landstraße ist 20. Jahrhundert. Der Trend zum Gravelbike liegt voll auf der Linie. Vermutlich werden spätestestens mit der Einführung autonomer Fahrzeuge Fahrräder ohne Hilfsmotor, Mindesttempo und StVZO-Ausstattung im aspahltierten Überlandverkehr verboten werden.
    Geändert von pablo (Heute um 13:59 Uhr)

  5. #8265
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    Zitat Zitat von grossmutter Beitrag anzeigen
    Wie bereits mehrfach gesagt: Unfallrisiko ist "angewandte Statistik", und die wiederum ist angesichts der gottlob tatsächlich auftretenden geringen Unfallhäufigkeit nur sinnvoll zu betreiben, wenn du eine ordentliche Stichprobengröße an beobachteten Kilometern und Zeiträumen beisammen hast.

    Im Klartext: es ist unmöglich, durch retrospektive Beobachtung von ein paar gefühlten Beinaheunfällen auf einem kurzen Streckenabschnitt zutreffende Rückschlüsse auf das Risiko eines zukünftigen echten Unfalles zu ziehen.
    Ich sehe das ganz genau so wie Du. Und deshalb taugen wenig befahrene Straßen mit vielen Radfahrern verglichen mit stark befahrenen Fahrbahnen mit wenigen Radfahrern absolut nicht zum Aufzeigen der tatsächlichen Gefahr. Erstere kann deutlich mehr Fahrradunfälle und möglicherweise sogar Todesopfer aufweisen als letztere und dennoch kann letztere noch mal deutlich gefährlicher für Radfahrer sein.

    Hast Du schon mal eine Risikoanalyse gemacht? Eine in Bezug auf Straßenverkehr bzw. (wie ich) eine FMEA im Maschinenbau? Hier werden Möglichkeiten zusammengesammelt und die jeweilige (fatale) Auswirkung bei Eintritt bewertet. Ein Unfall, der vermutlich extrem selten auftritt, dabei aber absolut tödlich ist, ist mögilcherweise genauso zu bewerten wie einer, der viel häufiger auftreten wird, bei dem man sich aber nur selten und wenn dann nur leicht verletzt.

    Ok jetzt?

    Gibt es eigentlich überhaupt eine radwegfreie Strecke, auf der radelnde Statistik-Legastheniker auf suggestive Nachfrage *nicht* angeben würden, dass der betreffende Abschnitt lebensgefährlich sei?
    Da das Leben generell lebensgefährlich ist, kann der Todesfall auch auf völlig ungefährlichen Strecken eintreten. Und ich weiß genau, warum ich eigentlich lieber Fahrbahn fahren möchte. Die vergleichsweise häufigen Unfallgefahren auf Radwegen sind mir trotz der vergleichweise geringeren Lebensgefahr unangenehmer als andersrum die Fahrbahnen. Aber irgendwann kommt halt der Punkt, wo der gesunde Menschenverstand "Stopp" sagt und das Maß des Risikos einfach überschritten wurde. Und das ganz ohne Unfallstatistik, die es hier möglicherweise gar nicht gibt, mangels Fallzahlen.

    Zitat Zitat von grossmutter Beitrag anzeigen
    Jetzt suggerierst du eine seeehr eigenwillige Definition von "Risiko". Denn wenn man deinen Gedankengang konsequent zu Ende denkt, kann man eigentlich nur jedem dringend anraten, gar nicht zu radeln: denn erst dann ist das Risiko unschlagbar niedrig, nämlich gleich "null"...
    Auch das ist richtig. Das Risiko, bei einem Unfall während des Radfahrens ums Leben zu kommen, ist Null. Logisch. Aber dafür steigt das Risiko von Herz-Kreislauf-Problemen, Stoffwechselstörungen, Altersdiabetes, Herzschwäche uvm. - Infarkt vor dem TV oder bei der ehelichen Pflicht.

    Sport betreiben bringt der Gesundheit viel mehr als es ihr schadet. Dennoch bleibt ein erhöhtes Restrisiko, bei einem Unglücksfall während der Sportausübung zu Tode zu kommen. Fußball macht einen Heidenspaß (vielen) und das trotz der bekannten Ruppigkeit, des Verletzugnsrisikos und der weit überdurchschnittlichen Verschleißförderung von Fuß-, Knie- und Hüftgelenken. Manche sterben sogar dabei. Dennoch üben es unheimlich viele aus. Das ist eben die Risikoabwägung, die man jedem selbst überlassen soll, wenn es keine eindeutigen Belege (mangels Fallzahlen) gibt.

    Wir müssen also insgesamt den Verkehr möglichst sicher ausgestalten. Da gibt es sehr viele Stellschrauben, die teils überhaupt noch nie angerührt wurden.
    .
    Geändert von Don Jusi (Heute um 16:15 Uhr)
    Gruß, DJ

    Cycleride - eine Initiative von Radfahrern für praxistaugliche Radverkehrspolitik.
    www.Cycleride.de
    - Fragen und Antworten: kontakt@cycleride.de


    "Wir haben in Deutschland keine Radwegebenutzungspflicht!" Ulrich Kasparick, ehem. parlamentarischer Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums

  6. #8266
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    Zitat Zitat von pablo Beitrag anzeigen
    Es ist müßig, in der Provinz flächendenkend passable Radwege mit genügend sicherer Trennung von der Fahrbahn zu fordern. Einerseits ist die Landschaft ohnehin schon mit Straßen versiegelt, die von den Kommunen, vom Land und vom Bund nur noch mit Mühe in Stand gehalten werden. Da fehlt schlicht Geld. Andererseits leben wir in einer vergreisenden Gesellschaft, die immer risikoscheuer wird und sich nur noch mit Helm aus dem Bett traut. Fahrradfahren auf der Landstraße ist 20. Jahrhundert. Der Trend zum Gravelbike liegt voll auf der Linie. Vermutlich werden spätestestens mit der Einführung autonomer Fahrzeuge Fahrräder ohne Hilfsmotor, Mindesttempo und StVZO-Ausstattung im aspahltierten Überlandverkehr verboten werden.
    Flächendeckend fordert das keiner, pablo, das gibt es nicht mal in den Niederlanden, aber auf den Hauptrouten, es gibt zum Beispiel nur zwei Straßen (aber keinerlei Nebenstraßen) , die von Belgien nach Aachen führen, eine Straße (mit Radweg) von den Niederlanden, die sollten komplett bis ins Zentrum einen guten Radweg aufweisen, sonst wird man kaum Pendler zum Umstieg bewegen.
    Geändert von big-foot (Heute um 16:15 Uhr)
    Wer zu lange gegen Drachen kämpft, wird selbst zum Drachen. (A. Strindberg)

  7. #8267
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    Zitat Zitat von pablo Beitrag anzeigen
    Es ist müßig, in der Provinz flächendenkend passable Radwege mit genügend sicherer Trennung von der Fahrbahn zu fordern. Einerseits ist die Landschaft ohnehin schon mit Straßen versiegelt, die von den Kommunen, vom Land und vom Bund nur noch mit Mühe in Stand gehalten werden. Da fehlt schlicht Geld. Andererseits leben wir in einer vergreisenden Gesellschaft, die immer risikoscheuer wird und sich nur noch mit Helm aus dem Bett traut. Fahrradfahren auf der Landstraße ist 20. Jahrhundert. Der Trend zum Gravelbike liegt voll auf der Linie. Vermutlich werden spätestestens mit der Einführung autonomer Fahrzeuge Fahrräder ohne Hilfsmotor, Mindesttempo und StVZO-Ausstattung im aspahltierten Überlandverkehr verboten werden.
    gibts im Emsland

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