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  1. #1
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    Kettentausch (Shimano): Laufrichtung (nicht) egal, oder doch ?

    Moin,

    nachdem ich feststellte, dass der Rohloff Caliber schon nach wenigen 1000km sagt, ich sollte die Kette wechseln, hab ich mich entschlossen, diese Arbeit in Zukunft selbst durchzuführen.

    Nun meine Frage:

    Laut der Anleitung, die bei der Kette dabeiliegt, ist es NICHT egal wie rum man die Kette montiert, sondern es soll eine Laufrichtung geben, in der die Verbindung stabiler sein soll. Dies ist in dem Dokument leider ziemlich blöd beschrieben, kann jemand dazu was erklären ?

    Dummerweise find ich die Einbauanleitung, die bei den Ketten beliegt leider grad nicht auf den PaulLange-Seiten, sonst könnt ich noch genauer zeigen, wo das steht und wie es formuliert ist.

    Grüsse
    Bruno

  2. #2
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    Also ohne die Anleitung zu sehen behaupte ich mal, daß die Einbaurichtung nicht wirklich eine Rolle spielt.

  3. #3
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    shit, dass ich das Dokument jetzt nicht finde, da steht echt "wir empfehlen dringend die Richtung xy??xy weil diese stabiler ist" - und zwar solle es nicht egal sein, ob ein Innen- oder ein Aussenglied an der Nahtstelle in Belastungsrichtung vorne liegt. Aber gut erklärt ists nicht (oder ich denk zu viel beim Lesen).

  4. #4
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    Ich habe noch nie bei einer Kette auf die Laufrichtung geachtet. Das macht weder mehr oder weniger Krach oder ist stabiler / weniger stabil. Wenn das so wäre: Warum haben andere Hersteller dann nicht auch solche Hinweise in ihren Beipackzetteln (connex, SRAM und KMC sind neben Shimano sind bei mir noch im Einsatz, keine Hinweise gefunden...)?

    Mir wär's grad' wurscht.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Brunolp12
    shit, dass ich das Dokument jetzt nicht finde, da steht echt "wir empfehlen dringend die Richtung xy??xy weil diese stabiler ist" - und zwar solle es nicht egal sein, ob ein Innen- oder ein Aussenglied an der Nahtstelle in Belastungsrichtung vorne liegt. Aber gut erklärt ists nicht (oder ich denk zu viel beim Lesen).
    Ob dem so ist, hängt doch nur von dem Abstand Kassette zum Kettenblatt ab. Und dieser Abstand ist abhängig von der Geometrie des Rahmens.
    Ich vereinfache mir das System: Ich nehme die Kette in beide Hände und ziehe die Kette "in die Länge". Dann drehe ich die Kette um und ziehe wieder. Das sollen dann zwei verschiedene Lastfälle sein? Einleuchten tuts mir nicht, aber vielleicht haben sich die Ingenieure von Shimano ja was ganz dolles einfallen lassen.

    P.s.: Hast Du eine 9x oder 10x Kette?

  6. #6
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  7. #7
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    Was laut Anleitung nicht egal ist wo der Kettenniet sitzt.
    Vorne oder hinten (in Laufrichtung gesehen).

  8. #8
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    Hi,

    jetzt hab ichs gefunden, hier steht: "Es wird sehr empfohlen den Verbindungsstift wie in Abbildung A gezeigt in das vordere Loch des äusseren Kettengliedes einzusetzen (...) verglichen mit der Methode in der Abbildung B wird dadurch die Stärke der Kette erhöht."

    Leider kapier ich den Text und auch die Skizze nicht so richtig... irgendwie scheint es den meisten in der Praxis egal zu sein, aber wenns da schon steht, dann will ichs auch verstehen und richtig machen.

    Grüsse
    Bruno

  9. #9
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    Aaaaaaaaaaaaaaha, so meinen die das. Naja, wenn die das meinen...

    Zur Erläuterung: Zum Vernieten nimmst Du ja immer den Teil, der unterhalb der Kurbel liegt, denn da kann man ja mit Hilfe des Schaltwerks die Spannung variieren. Sieht man auch auf der Skizze da, wo die Hände sind.
    Und jetzt soll man die Kette halt so herum einfädeln, daß das Aussenglied in Fahrtrichtung vorne ist (Abb. A). Das soll laut Anleitung stabiler sein, als wenn das Aussenglied in Fahrtrichtung von hinten kommt (Abb. b).

  10. #10
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    Zitat Zitat von Hochpass
    Was laut Anleitung nicht egal ist wo der Kettenniet sitzt.
    Vorne oder hinten (in Laufrichtung gesehen).
    Diesen Satz kapier ich nicht - es wäre aber möglich, dass ich exakt darauf hinauswill (oder muss).

    Zitat Zitat von Kolja
    Ob dem so ist, hängt doch nur von dem Abstand Kassette zum Kettenblatt ab.
    Nein, darum scheint es weniger zu gehen (s. Text & Skizzen in dem von mir geposteten Link) - was genau Sache ist, kann ich mir nicht erklären. Anscheinend meinen die, dass es ein Unterschied ist, ob die Kraft in das genietete Glied über ein Innen- oder über ein Aussenglied eingeleitet wird. Habe zwei Händler dazu befragt - irgendwie waren aber beide sprachlos.

    Grüsse
    Bruno

  11. #11
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    Zitat Zitat von Kolja
    Und jetzt soll man die Kette halt so herum einfädeln, daß das Aussenglied in Fahrtrichtung vorne ist (Abb. A). Das soll laut Anleitung stabiler sein, als wenn das Aussenglied in Fahrtrichtung von hinten kommt (Abb. b).
    Dann hab ichs genau falschrum gemacht (und es war in der Erstausstattung vom Händler auch falschrum, auch bei vielen Rädern beim Stadler scheint es mehr nach dem Zufallsprinzip genietet zu sein).

  12. #12
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    Zitat Zitat von Brunolp12
    Nein, darum scheint es weniger zu gehen (s. Text & Skizzen in dem von mir geposteten Link) - was genau Sache ist, kann ich mir nicht erklären. Anscheinend meinen die, dass es ein Unterschied ist, ob die Kraft in das genietete Glied über ein Innen- oder über ein Aussenglied eingeleitet wird.
    Das könnte sein. Biste nun schlau geworden und hast es richtig gemacht?

    Edit: Schade, aber wird Dich wohl nicht umbringen. Ich habe bis heute nie darauf geachtet, wie ich die Kette einfädel. Gab bis jetzt keine Probs.

  13. #13
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    Also Shimano schreibt definitiv, dass man die Kettenrichtung beachten soll und ich finde die Zeichnung auch recht aussagekräftig .
    Allerdings hab ich nie den Sinn verstanden, der dahintersteckt. Würde mich sehr interessieren!

  14. #14
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    Zitat Zitat von Eder Franz
    Also Shimano schreibt definitiv, dass man die Kettenrichtung beachten soll und ich finde die Zeichnung auch recht aussagekräftig .
    Ich eben nicht, ich blick nicht durch:

    Wo ist der Ausschnitt "rausvergrössert" oben oder unten ? Wo ist die Laufrichtung der Kette ? Sollen die diese 2 Dreiecke/Pfeile symbolisieren ? Wenn das so wäre, dann wäre der Ausschnitt gegenüber der grösseren Skizze seitenverkehrt...


    Zitat Zitat von Eder Franz
    Allerdings hab ich nie den Sinn verstanden, der dahintersteckt. Würde mich sehr interessieren!
    Mich eben auch - dann würd ichs wohl ohne die Zeichnung richtig machen...

  15. #15
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    Zitat Zitat von sonpop
    oder will uns jemand die vorteile abweichender scherkräfte oder biegezugbelastungen falschrummer nieten vorrechnen?
    Au ja, bitte, bitte. Mit Scherkräften hatte ich mal ne Maschinenelementeklausur bestanden, die gehn (gingen ) mir gut ab

    @ Brunolp: Ich kann zur Montage leider nix aus dem Stehgreif sagen, ohne Anleitung weiß ich das auch nie

  16. #16
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    Hmm, also man soll für die 10fach-Kette ja auch angbelich nur 10fach Nieter benutzen können - kümmert uns ja auch wenig, wie an anderer Stelle zu lesen war.
    Daher denke ich auch bei der Laufrichtungssache gerne an einen ehem. Kollegen von mir, der gerne sagte: "Nicht drum kümmern, erst ein' zimmern."
    Zwar hatte der von Rädern null Ahnung, aber der Satz scheint mir hier anwendbar…
    …mein Rad ist trotzdem ein RED BULL


    "Wenn ich Fahrer mit einer Übersetzung von 54-11 fahren sehe, denke ich mir, das geht doch gar nicht." (Rolf Wolfshohl, LAOLA1, 8. 3. 2009)

  17. #17
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    Hi nochmal,

    also, ich hab den Nietbolzen mit stinknormalen Tacx Nietendrücker für 8 eur reingedrückt. Der Bolzen ist richtig schön satt & sauber eingerastet, das hat man gehört und gespürt. Auch optisch sah alles richtig aus (musste auch nur ganz minimal den Grat abfeilen).

    Von daher hab ich einigermassen Vertrauen in meine Arbeit.

    Aber mich interessieren trotzdem die Hintergründe (und ich will halt auch nicht auf die Fresse fliegen)...

    Grüsse & Dank schonmal bis hier...
    Bruno

  18. #18
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    @all

    ich weiß nicht, ob es für einen Amateur wie mich nur eine akademische Diskusion ist, da ich nie so Kräfte an der Kette audbauen kann, wie ein Zabel, Bonen & Co.
    Bei mir hebt es in beide Richtungen, da meine (unsere) Kraft nie zu groß wird.

    Die Erklärung von Shimano sind einleuchtend und sind für alle Ketten gültig.
    Dies ist leider kein Zeichenprogramm, somit gibt es nur eine verbale Erklärung.

    Wenn das Material der Niete in Ordnung ist (d.h. den technischen Spezifikationen entspricht), dann ist die Stelle, welche der höchsten Belastung ausgesetzt ist, genau die Mitte der Niete.
    Die Kraft kommt immer von außen, da wo die Niete die beiden Kettenbleche (jeweils außen und innen) zusammenhält. Die Kraft vom Radfahrer kommt immer aus der Richtung der Pedaldrehung.
    Wenn das kleiner Kettenglied jetzt in Bewegungsrichtung vorne ist, ist der Hebel (von der Nietenmitte zum inneren Kettenblech) geringer als wenn es umgekehrt montiert ist. Damit ist Belastung auf die Nietenmitte kleiner als anders herum.

    Aber, diese Betrachtungungen sind akademische, da die Niete diese Belastung immer aushält. Die Gefahr eine Falschmontage der Niete ist viel höher.
    Gruß Hans

    Jedes Hindernis lässt sich durch Beharrlichkeit beseitigen.
    Leonardo da Vinci *15.4.1452 †2.5.1519


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    Mein Händler des Vertrauens.

  19. #19
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    Zitat Zitat von Hans-Joachim
    ich weiß nicht, ob es für einen Amateur wie mich nur eine akademische Diskusion ist, da ich nie so Kräfte an der Kette audbauen kann, wie ein Zabel, Bonen & Co.
    Ja, das mag wohl sein... aber ich wills trotzdem verstehen. Und -ich hab mir ja auch schon Gedanken gemacht, auch im Kollegenkreise- Deine Erklärung scheint mir logisch (nochmal in meinen Worten):

    Wenn die Antriebskraft über ein "Innenglied" in den Nietbolzen "reinkommt", dann müssen nur die zwei Stummel die Kraft nach aussen zu den Aussengliedern weitertragen.

    Wenn die Kraft über ein Aussenglied "reinkommt", dann muss der Nietbolzen die mehrfach längere Strecke von aussen bis aussen "überspannen" und ist dadurch mehr beansprucht.

    Wenn das so richtig wäre, dann wäre also die Laufrichtung auf den Skizzen immer links und ich hab bloss zu kompliziert gedacht, mich von dem kleinen schwarzen Pfeil irritieren lassen.

    Grüsse & Dank
    Bruno

  20. #20
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    Zitat Zitat von Hans-Joachim
    Die Kraft kommt immer von außen, da wo die Niete die beiden Kettenbleche (jeweils außen und innen) zusammenhält. Die Kraft vom Radfahrer kommt immer aus der Richtung der Pedaldrehung.
    Versteh ich nicht. Wenn ich an der Kurbel drehe, dann stimmt das für die Kettenglieder, die keinen Kontakt zu den Zähnen der Ketteblätter/Ritzel haben. Weil diese ihre Belastung nur über die Nachbarglieder erfahren. Aber die Kettenglieder, die über den Zähnen liegen, da greift die Belastung am Niet an. Ich kann mir keinen Reim drauf machen, warum das eine Rolle spielen soll und eure Erklärungen finde ich nicht schlüssig.

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